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19.06.2002

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UMTS in Japan bisher ohne Erfolg

UMTS in Japan bisher ohne Erfolg
Das Mobilfunk-Unternehmen NTT-Docomo war im Oktober letzten Jahres als weltweit erster Anbieter mit UMTS gestartet. Doch die erste Bilanz fällt ernüchternd aus.

Dabei hatten sich bis März 89.000 der erwarteten 150.000 Kunden angemeldet. Im Vergleich zu E-Plus, die mit I-Mode bis zum Jahresende 600.000 gewinnen wollen und derzeit bei 38.000 liegen, eigentlich ein gutes Ergebnis, berichtet die "Financial Times Deutschland".

Die Ursachen für die Anfangsschlappe haben die Manager schon ausgemacht. Die Batterie des UMTS-Handys sei zu schwach. Man erreiche nicht genügend Menschen und Regionen und man habe keine speziellen Inhalte angeboten.

Zumindest nichts, was die NTT-Docomo-Kunden nicht schon heute mit dem bisherigen Mobilfunkstandard über das Portal I-Mode nutzen könnten. Viele Japaner schreiben auf ihren Telefonen Mails, laden sich Spiele, Musik, neue Klingeltöne oder Handylogos herunter. Sie lesen Nachrichten oder knipsen Fotos, die sie dann per E-Mail verschicken.

Fast 33 Millionen Kunden gewann NTT-Docomo seit dem Start von I-Mode vor zweieinhalb Jahren, fast die Hälfte aller japanischen Handynutzer. Im März 2000 nahm Docomo mit Gesprächen 73 Euro pro Kunde und Monat ein. Heute sind es nur noch 59 Euro. Dafür schnellte der Umsatz mit Datendiensten nach oben. 2000 war es erst 1 Euro, nun sind es 13 Euro.

Die Einführung von UMTS sollte den Datenaustausch noch einmal kräftig beschleunigen. Doch dieser Effekt ist ausgeblieben. Die Kunden fragen sich, warum sie ein teures Handy samt Vertrag kaufen sollten, das ihnen kaum Zusatznutzen bietet.

 

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