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31.07.2002

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Verbraucherzentrale mahnt Arcor wegen Klingelterror ab

Verbraucherzentrale mahnt Arcor wegen Klingelterror ab
Derzeit sind in Berlin Drückerkolonnen der Firma Arcor unterwegs, die an der Wohnungstür Sturmklingeln oder dermaßen an die Tür klopfen, als sei ein Feuer im Haus ausgebrochen.

Doch während bei kindlichem Klingelterror die kleinen Übeltäter schnell wieder verschwinden, wird den aufgeschreckten Bewohnern erklärt, die Telefonleitung müsse anhand der letzten Telefonrechnungen überprüft werden. Wer nicht schnell genug reagiert, dem wird im penetranten Ton die Sperrung des Telefonanschlusses in Aussicht gestellt.

Diese Drohungen haben nur ein Ziel, nämlich die so Eingeschüchterten zum Abschluss eines oft längerfristigen Vertrages zu bewegen. Mitunter soll lediglich die Überprüfung schriftlich bestätigt werden, tatsächlich wird aber der Vertrag unterschrieben.

Dieser kann zwar binnen 2 Wochen widerrufen werden. Aber so einfach ist das nicht. Arcor lässt nämlich noch vor einem Widerruf des Kunden die Voreinstellung bei der Vermittlungsstelle auf sich einstellen, so dass alle Ferngespräche über Arcor geführt werden. Probleme mit der nächsten Telefonrechnung sind also vorprogrammiert.

Kaum ein Kunde versteht, dass trotz Widerrufs diese Voreinstellung für Arcor bestehen bleibt, wenn er sich nicht um die Herstellung des alten Zustands kümmert. Dieser kann nur durch den Betreiber der Vermittlungsstelle, also in Berlin meist der Telekom, wieder hergestellt werden.

Die Verbraucherzentrale rät daher, im Widerrufsschreiben (Einschreiben) auch die Wiederherstellung der "alten Voreinstellung" von Arcor zu verlangen. Sicherheitshalber sollte auch die bisherige Telefongesellschaft schriftlich informiert werden.

Die Verbraucherzentrale hat die unlauterer Vertraganbahnung als Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb abgemahnt und Arcor auf Unterlassung in Anspruch genommen.

 

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