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27.09.2001

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Viag Interkom: Euro-Umrechnung oft zum Kunden-Nachteil

Viag Interkom: Euro-Umrechnung oft zum Kunden-Nachteil
Immer mehr Telekom-Anbieter stellen ihre Preise auf Euro um. Dabei kann es sowohl zu Preiserhöhungen als auch zu Preissenkungen kommen. Im Normalfall gleicht sich das für den Kunden auf seiner Gesamtrechnung wieder aus. Nicht so bei Viag Interkom. Konkret: In Abhängigkeit von der Art der Rundung bei kleinen Summen kann der Euro-Betrag differieren. Außerdem ist offenbar ungeklärt, ob Pfennigbeträge auch als Pfennig umgerechnet werden müssen oder als Angabe in Mark. Beispiel Viag: Trotz exakter Befolgung der in der Europäischen Union vorgegebenen Umrechnungs- und Rundungsregeln kommt es bei Telefonaten in der Homezone (5 Pf/min) zu einer Preiserhöhung um 17 Prozent. Rechnet man die 5,0 Pf. in Cent um, erhält man 2,56 Cent. Werden 0,05 Mark in Euro umgerechnet, lautet das Ergebnis 0,0256 Euro, was allerdings selbst in den offiziellen Rechnern der deutschen Banken als 0,03 Euro ausgewiesen wird. Genau so rechnet und rundet Viag und erhöht damit den Preis um fast einen halben Cent. Verbraucherschützer stellen sich nun die Frage, ob Viag nicht auch einen kundenfreundlicheren Weg hätte gehen können. Zumal die Konkurrenten die Umrechnungs- und Rundungsregeln eher zu Gunsten der Kunden anwenden. Aktuelles Gegenbeispiel ist Arcor. Um den Kunden entgegenzukommen und Preiserhöhungen zu vermeiden, wird bei dem Eschborner Unternehmen auf hundertstel Cent genau umgerechnet. Man habe das Viag Interkom deswegen um eine Stellungnahme gebeten, hieß es bei den Verbraucherschützern. Dabei solle herausgefunden werden, ob die Preissteigerung zu einem außerordentlichen Kündigungsrecht der Kunden führe.