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01.10.2017

Apple iPhone X - Face ID statt Fingerabdruck

Highlight der Apple Keynote in Cupertino war ohne Zweifel die Vorstellung des neuen iPhone X. Das Jubiläums-Modell zum zehnten Geburtstag des iPhones wurde von Apple-Chef Tim Cook als "Die Zukunft des Smartphones" vorgestellt.

Da sich seit dem iPhone 6 optisch wenig an den Apple-Smartphone geändert hat, kann man nun wirklich von einem neuen iPhone sprechen.

Goodbye Touch ID - Hello Face ID



Der klassische Homebutton hat beim neuen iPhone X ausgedient. Fiel die Hardware-Variante bereits beim iPhone 7 weg und wurde durch taktiles Feedback des Displays ersetzt, ist beim neuen iPhone mit OLED-Display kein zentraler Homebutton mehr vorhanden.

Somit hat auch der Finger zum Entsperren des iPhone X ausgedient. Stattdessen wird nun das Gesicht des Nutzers gescannt. Bei der als Face ID getauften Funktion muss sich der Nutzer dem Smartphone zuwenden, um es zu entsperren. Wird der eingerichtete User erkannt, gewährt das System den Zugriff. Eine Entsperrung durch eine zweite Person, wie bei Touch ID, ist damit nicht mehr möglich.



Die neue Technologie soll sich nicht durch Bilder überlisten lassen, da ein räumliches Abbild des Nutzers gespeichert wird. Ebenfalls soll es keine Probleme mit optischen Veränderungen des Anwenders geben, z. B. durch eine Sonnenbrille oder einen Bart. Auch Dunkelheit soll bei der Erkennung keine Rolle spielen, sodass Gesichter auch in der Nacht erkannt werden.

An seine Grenzen stößt Face ID allerdings bei eineiigen Zwillingen, die zum aktuellen Stand der Technik nicht unterschieden werden können.

Face ID kommt auch bei den neu eingeführten Animojis zum Einsatz. Dabei werden dem Nutzer Masken über das Gesicht gelegt, bei denen sich die Mimik in Echtzeit mitändert. Diese Funktionen können in z. B. in Apple iMessages genutzt werden.



Truetone-Display und A11 Chip



Wie das iPhone 8 verfügt auch das iPhone X über ein Truetone-Display, bei dem sich die Farbwiedergabe an der Temperatur des Umgebungslichts anpasst. Das OLED-Display nimmt fast die gesamte Front des iPhone X ein und hat eine Diagonale von 5,8 Zoll.

Es kommt ebenfalls der A11 Chip aus dem iPhone 8 zum Einsatz. Ein Neuronal-Koprozessor ist für die Gesichtserkennung via Face ID verantwortlich.

Kabelloses Laden wird mittels Qi-Standard ermöglicht. 2018 will Apple eine Ladematte namens "Airpower" verkaufen, die neben dem iPhone gleichzeitig noch eine Apple Watch laden kann.

Abkehr vom gewohnten Bedienkonzept



Die neue Face ID-Technik und der nicht mehr existente Home-Button bringen zwangsläufig neue Gesten mit sich. Zum Entsperren des Displays reichte bisher das Drücken des Home-Buttons. Stattdessen muss der Nutzer des iPhone X jetzt das Display am unteren Rand nach oben swipen, eine Geste, bei der bisher das Control-Center auf dem iPhone gestartet wurde. Diese Funktion ist wiederum in die obere rechte Ecke gewandert. Benachrichtigungen werden durch Herunterwischen vom oberen linken Rand geöffnet.

Allerdings nur beim iPhone X. Beim iPhone 8 und allen älteren Geräte ändert sich in der Bedienung nichts. Hier ist Apple mit der Einführung von iOS 11 leider nicht konsequent. Zukünftig werden Geräte mit dem gleichen Betriebssystem unterschiedlich bedient. Eigentlich ein absolutes NoGo im sonst so konsistenten Apple-Software-Kosmos.

Apples virtuelle Assistentin Siri wird über die Taste an der rechten Seite des iPhone X ausgelöst.

Preise Apple iPhone X



Neue Besitzer des iPhone X müssen in Deutschland tief in die Tasche greifen. Die Preise liegen deutlich über 1.000 Euro. Das neue Modell wird ab Ende Oktober vorbestellbar sein und in den Farben Silber und Space Grau erhältlich sein.


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